Kniegelenksarthrose: Beschwerden, Therapie und Sport nach der Operation
Bestehende Beschwerden am Kniegelenk können durch konservative Therapie (Medikamente, Physiotherapie, Infiltrationen) meist nur vorübergehend gelindert werden. Die damit verbundene, oft drastische Einschränkung der Lebensqualität kann jedoch durch eine künstliche Kniegelenksprothese nachhaltig behandelt werden.
Knieprothese: Teilendoprothese und Vollprothese
Zur Behandlung kommen Teilendoprothesen (unikondyläre Knieprothese) und Vollendoprothesen (Totalendoprothese des Knies) zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe können die verschlissenen Gelenksanteile im Kniegelenk ersetzt und Schmerzen reduziert sowie die Beweglichkeit verbessert werden.
Therapie und Operationsablauf
Dauer der Operation und Narkose
Die Operationsdauer einer Knieprothese liegt bei etwa 90 Minuten.
Die Operation kann entweder in Spinalnarkose („Kreuzstich“) oder in Vollnarkose durchgeführt werden.
Der stationäre Aufenthalt im Krankenhaus dauert in der Regel etwa 7 Tage.
Implantation der Knieprothese
Die benötigten Prothesenkomponenten werden in Oberschenkel und Unterschenkel zementiert eingebracht. Dadurch wird eine stabile Verankerung der Knieprothese erreicht und die Funktion des Kniegelenkes wiederhergestellt.
Frührehabilitation und Physiotherapie
Bereits ab dem 2. postoperativen Tag beginnt eine gezielte Physiotherapie, um Sie bei der:
- Wiedererlangung der Beweglichkeit des Kniegelenkes
- Kräftigung der Muskulatur
- sicheren Rückkehr in Alltag und Beruf
bestmöglich zu unterstützen.
Noch während des stationären Aufenthaltes wird für Sie die anschließende, empfohlene Rehabilitation organisiert, die meist 3 Wochen dauert.
Regelmäßige klinische und radiologische Kontrollen helfen Ihnen, möglichst schnell wieder mobil und körperlich aktiv zu sein.
In der Regel kann der Alltag nach etwa 3 Monaten wieder ohne wesentliche Einschränkungen bewältigt werden.
Sport nach Knieprothese: Empfohlene Sportarten
Auch nach der Knieoperation bzw. dem Einsatz einer Knieendoprothese muss auf Sport nicht verzichtet werden. Es werden vor allem sogenannte „Low Impact Sportarten“ empfohlen – also knieschonende Sportarten mit geringer Stoßbelastung.
Empfohlene Low-Impact-Sportarten
- Walking
- Tanzen
- Schwimmen (kein Brustschwimmen, bevorzugt Rückenschwimmen oder Kraulen)
- Golf
- Tennis (Doppel)
- Ergometer-Training
Weitere Sportarten bei fortgeschrittener Erfahrung
Mit zunehmender Erfahrung, guter Muskelkraft und stabiler Kniegelenksfunktion können zusätzlich folgende Sportarten nach Knie-OP in Absprache mit dem behandelnden Arzt empfohlen werden:
- Speed Walking
- Wandern
- Skifahren / Schifahren
- Eislaufen
- Tennis (Einzel)
- Radfahren

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